Kennen Sie Herrn Prusik?


Wenn nein, ist das überhaupt nicht schlimm. Denn glauben Sie mir: möglicherweise möchten Sie ihn auch gar nicht näher kennen. Im Alltag wird er uns auch eher nicht begegnen, aber wenn man sich z.B. an einem Seil hängend in einer Gletscherspalte wiederfindet, dann ist man doch froh das es diesen Herren und viel mehr seine Erfindung - den Prusikknoten - gibt.

Wir haben das Ganze im Rahmen unserer Vorbereitung auf die Elbrus-Besteigung zu schätzen gelernt.


Beim Spaltenbergungs- und Hochtourenkurs waren wir 3 Tage auf dem Taschachhaus (siehe Blogeintrag), unterhalb des Pitztaler Gletschers, und haben dort Techniken geübt und verfeinert. Abseilen, Anseilen, das Anlegen und Laufen mit Steigeisen, Einsatz des Pickels, und die vielen Gurte, Schnüre und Seile zu beherrschen, dafür waren wir auf dem Ausbildungsstützpunkt des DAV mit unserem Veranstalter Amical.



Herbert, unser Bergführer und Ausbilder, gebührt hier besonderer Dank für die ruhige und geduldige, aber auch beharrliche Art, die uns gut auf die Herausforderungen am Elbrus vorbereitet hat.


Die Gelegenheit haben wir ebenfalls genutzt, unsere 6000er Bergschuhe noch einmal gründlich einzulaufen. Dieser Schuh ist entwickelt für die große Höhe, daher auch sein Name, und besitzt jeweils einen Innen- und Außenschuh. Mit dieser gleichsam maximalen Isolation, ist man den klimatischen Bedingungen in der Höhe besser gewachsen (die Profis kleben sich zusätzlich noch Wärmepads unter die Zehen), und bekommt auch ein weiteres Höhenphänomen besser in den Griff: die anschwellenden Extremitäten haben in diesem Spezialschuh mehr Platz. Denn Blasen oder gar offen gescheuerte und wunde Stellen mag niemand haben. Generell daher vergleichbar ist so ein Kurs im Grunde mit einem Fahrsicherheitstraining.



Lernen mit hoher Konzentration und trotzdem verbunden mit Spaß und der Hoffnung, dass alles dann doch lieber niemals anwenden zu müssen. Denn es gibt weit gemütlicherer Orte als eine Gletscherspalte.


Die Abende in der Hütte waren dann auch geprägt von stetig wachsender Vorfreude, und spannenden Geschichten aus Herberts Erlebnissen an den 7 Summits dieser Erde, die er allesamt und teilweise mehrfach bestiegen hat. Beeindruckt und mit vielen Bildern im Kopf ging es nach 3 Tagen wieder nach Hause. Geblieben ist uns allen aber ein starkes Gefühl:

das Abenteuer Elbrus hat jetzt definitiv begonnen.


Schön das Ihr dabei seid, lasst auch andere aus Eurem Freundes- und Bekanntenkreis dabei sein. Macht weiter MIT und lasst den Spendenstand weiter steigen!
58 Ansichten

© 2018 berge-mit-mehr

  • Instagram - Schwarzer Kreis
  • Facebook - Black Circle