Die Ruhe und der Sturm

Wenn es eines immer hat am Aconcagua, dann ist es wohl Wind. Das liegt an der kurzen Entfernung zwischen 2 Ozeanen und natürlich an der Höhe insgesamt. Den Ruhetag verbringen wir mit dem Studium der Wettervorhersagen für den Gipfeltag.



Die Prognosen schwanken noch und sind unsicher, aber beruhigenderweise mehr zur Frage „wann“ und nicht zur Frage „ob“.

Nach dem Schock gestern sind wir wieder besseren Mutes, und vor allem die persönlichen Nachrichten von Arnold wirken hier kolossal Stimmungsaufhellend.

Er wünscht uns Erfolg, das wärmt das Herz und spornt uns weiter an diesen Berg auch für ihn zu bezwingen. Planung also ist angesagt, der Blick nach vorn tut uns gut, und ganz nebenbei akklimatisieren wir weiter in der Höhe.

Es gibt Toilettenhäuschen und frisch auch gewaschen zu sein weckt weitere Lebensgeister.



Dank einer Wifi-Verbindung hören nach 4 Tagen ohne Netz unsere Lieben daheim schon einmal von uns, und auch hier im Blog werden erste Bilder und News gesetzt.

Wir haben Zeit und Luft für Gespräche, lernen tolle Menschen kennen und unser Projekt findet großen Anklang.



Später wird es noch einmal Ernst für uns. Alle müssen sich routinemäßig beim Camp-Doktor vorstellen, der jeden Bergsteiger vor dem weiteren Aufstieg gründlich untersucht. Ohne sein „go“ geht es nicht weiter ab hier, und wir lernen im Verlauf auch Leute kennen für die das Basecamp gleichzeitig Endstation ist.



Zu groß ist die Gefahr bis auf gut 7000m sonst dauerhafte Schäden zu erleiden. Kein Spaß also, trotzdem ist die Atmosphäre nett und professionell. Wie Ernst der Arzt es nimmt sehen wir am Ergebnis.

Zwei Mann bekommen das Permit nicht im ersten Schritt, müssen zwei Tage später – dann perfekt an die Höhe angepasst – noch einmal zur Nachuntersuchung. Aber das ist nicht ungewöhnlich hier, daher sorgt uns das nicht weiter zunächst denn wir fühlen uns alle gut und planen daher weiter. Am Folgetag, gut ausgeruht, starten wir den ersten Materialtransport ins Lager 1.



Durch Büßeisfelder und Schnee geht es auf 5000m und wieder zurück „Home sweet Home“.

Nicht nur der Arzt nimmt es Ernst, uns allen wird bewusst welches Kaliber dieser Berg hat.


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